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An Debatten über das Käsefondue scheiden sich üblicherweise die Geister. Es gibt einerseits die überzeugten Fans und Verfechter des geschmolzenen Käses und auf der anderen Seite die unnachgiebigen Fondue-Hasser. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass man es entweder liebt oder verabscheut. Das Nationalgericht der Schweiz ist weit über die Grenzen hinaus bekannt und ist, wenn man es denn liebt, ziemlich einfach zuzubereiten. Fondue schmeckt wohl gerade wegen der Unkompliziertheit zu Hause genauso gut wie im Edelrestaurant.

Als Erstes nimmt man das Fonduegefäss, reibt den Boden mit einer Knoblauchzehe ein und stellt dann den Topf auf die Herdplatte. Zwei weitere Knoblauchzehen werden geviertelt und hinzugefügt und es wird der Käse in den Topf gegeben. In der Schweiz gibt es in den Supermärkten eine recht anständige Auswahl an fix fertigen Käsemischungen, aber es ist natürlich auch möglich den Käse fest zu kaufen und selber zu raspeln. Käsesorten, die sich eignen sind Gruyère, Appenzeller, Emmentaler und Vacherin, aber auch ein Mix der verschiedenen Sorten kann sehr gut sein. Der Käse wird bei mittlerer Hitze geschmolzen (nicht zu heisst, sonst scheidet er sich) und mit ein wenig trockenem Weisswein verfeinert. Anschliessend mit Muskat und Pfeffer abschmecken und fertig! Ist das Fondue zu dick muss noch ein wenig Wein hinzugefügt werden, ist es zu dünn, dann braucht es etwas Maisstärke. Das Fonduegefäss wird anschliessend auf das Fonduegestell gesetzt und, damit der Käse auch geschmolzen bleibt, wir darunter mit einer Brennpaste noch Feuer gemacht.

Fondue

Zum reintunken wird traditionellerweise ein frisches und krustiges Schweizer Brot verwendet. Möglich sind aber auch gekochte Kartoffeln, Pilze und verschiedenes Gemüse. Fondue ist Spass und es kann viel gemixt oder ausprobiert werden, aber einige Fondue Regeln sind einzuhalten:

1. Regel: Nicht im Sommer! Das Fondue ist die perfekte Mahlzeit für die kälteren Jahreszeiten. Wer will schon bei 30 Grad im Schatten schwitzend vor einem grossen Topf Käse sitzen und dann noch verschwitzter versuchen den besagten heissen Klumpen Käse zu verdauen? Eben, niemand. Viele Reisende besuchen die Schweiz während der Sommermonate, möchten dann natürlich das berühmte Nationalgericht ausprobieren und stellen anschliessend den Geschmackssinn der Schweizer in Frage. Während es viele legitime Gründe gibt geschmolzenen Käse nicht zu mögen, denke ich doch, dass so einige Leute Fondue einfach nicht ausstehen können, weil sie es zur falschen Jahreszeit gegessen haben.

2. Regel: Game-on! In vielen Fonduerunden legt man zunächst mal ein paar Regeln fest. Wer ungeschickt ist und das Stück Brot in der Käsemasse verliert, zahlt eine Runde Schnaps. Alternativ kann auch der nächste Wein, das Bier am nächsten Ausgehabend oder ein anderes Getränk spendiert werden. Handelt es sich um eine Frau, kann diese anstatt eine Runde zu bezahlen die Männer am Tisch küssen. Weitere Regeln beinhalten, dass man die Knoblauchzehen erst nach der Hälfte des Fondues rausfischen darf, und dann ja nicht mit der leeren Gabel. Fondue soll Spass machen und die Regeln können natürlich angepasst, hinzugefügt oder weggelassen werden. Seid kreativ!

Tea

3. Regel: Wein oder Tee! Es gibt zwei Getränke, die man zu Fondue trinkt: Kalter Wein oder heisser Tee. Idealerweise hat man ja eine Flasche Weisswein geöffnet und bereits ein bisschen davon ins Fondue gekippt. Der Wein passt daher natürlich perfekt dazu und es in der Schweiz Tradition den guten Tropfen während des Essens noch aufzubrauchen. Für andere Menschen ist Tee das einzig wahre Begleitgetränk zu Käsefondue. Ich persönlich bevorzuge bei dieser Variante Schwarztee oder Apfeltee.

Nachdem das Fondue gegessen ist und alle sich stöhnend und zusammengekrümmt über den dicken Klumpen Käse im Magen beklagen, ist der beste Teil immer noch verfügbar. Während das Fondue köchelt bildet sich nämlich eine knusprige Kruste am Boden des Topfes. Diese Kruste, genannt „la religieuse“, führt nicht selten zu ziemlich passionierten Gabelkämpfen.

Mini-Fondue

Sollten die Freunde gerade nicht in Käselaune sein, gibt es in der Schweiz gibt es für den Ego-Abend auch Minifondues zu kaufen.

Über den Autor

Tiffany is a Swiss travel writer, digital nomad, and photographer, who, after a fateful journey through Africa, has decided to get her passport renewed, sell all her junk, and live out of a suitcase in various corners of the world, as well as share the experiences with other travel enthusiasts. This blog is intended to inspire you to pack your bags, leave everything behind for a while, and make you go discover the world. Check her out on .

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