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Winnipeg. Zugegeben, der Name hört sich ziemlich lustig an (zumindest für meine Schweizer Ohren), aber abgesehen davon scheint niemand so recht zu wissen, warum man sich denn die Mühe machen sollte, nach Winnipeg zu reisen. Der Name leitet sich aus den Indianerwörtern für schlammiges Wasser ab und die Stadt befindet sich in einer extrem flachen Ebene am östlichen Rand der kanadischen Prärien. Als Homer Simpson irgendwann in der 16 Staffel die Stadt besucht, begrüsst ein Strassenschild mit den Worten “We were born here, what’s your excuse?” bzw. “Wir wurden hier geboren, was ist deine Ausrede?” die Besucher von Winnipeg. Es ist dort also komplett flach, anscheinend auch schlammig und obendrein haftet der Stadt auch noch der liebevollen Spitznamen “Winterpeg” an. Man muss kein Genie sein um daraus abzuleiten, dass die Winter in Winnipeg besonders hart sind und die Stadt wohl mit so einigen “Winter is coming” Witzen zu kämpfen hat.

Winnipeg sieht toll aus in Schwarz-Weiss

Trotz des Namens, der vielen Witze und der eher unspektakulären Topographie, überrascht Winnipeg. Die Stadt ist mehr als nur ein Zwangsstopp auf der Trans-Kanada Eisenbahn und wurde 2010 sogar zur Kulturhauptstadt von Kanada ernannt. Sie bietet daher so einige tolle Museen und Kunstgalerien. Was mich aber am meisten fasziniert hat sind die vielen gut erhaltenen Gebäude aus der Jahrhundertwende, die verstreut überall im Stadtzentrum zu sehen sind. Sobald ich die Bauwerke erblickte, wusste ich, dass die Bilder schwarz-weiss werden würden, denn Winnipeg sieht ohne Farbe einfach genial aus. Formelle Symmetrie trifft auf Grösse und Erhabenheit, Terrakotta trifft auf Stein und Metallrahmen und Details, Muster, alte Werbungen und durchaus ein paar Kuriositäten stellen einen wahren Traum für Fotografen und Architekturliebhaber dar. Winnipeg war einst ein blühendes Handels- und Transportzentrum und ich folgte der Tradition, indem ich in den ratternden Edelstahlwagen des Canadian, der ikonischen, transkontinentalen Zugline von VIA Rail, in die Stadt rollte und mich die darauffolgenden Stunden auf einen schwarz-weiss Spaziergang durch die Stadt begab.

Die Stadt hat sich als unglaublich spannend herausgestellt, aber seht selbst:

Historic Winnipeg in Black and White.  The Exchange District offers great opportunities for black and white images of Winnipeg.

Historic Winnipeg in Black and White.  The Exchange District and it's photo opportunities in black and white.

Historic Winnipeg in Black and White.  Brick and metal in the Exchange District and an old Pepsi commercial.

Historic Winnipeg in Black and White.  The Exchange District.

The Canadian sorry stereotype lives.

Another one of the photos I took of historic Winnipeg in Black and White.  Brick and metal in the Exchange District.

Historic Winnipeg in Black and White.  Brick and metal in the Exchange District.

Historic Winnipeg in Black and White.  Brick, metal and a street in the Exchange District.

Historic Winnipeg in Black and White.  Brick and metal in the Exchange District.

Historic Winnipeg in Black and White.  An Old American truck in black and white.

Historic Winnipeg in Black and White.  Bridge.

Geese in Winnipeg

Winnipeg nutty club black and white advertisement, part of the image series of Winnipeg in black and white.

Museum of Human Rights in Winnipeg glass architecture

Museum of Human Rights in Winnipeg glass architecture

Winnipeg in Black and White. City TV architecture in wide angle.

Historic Winnipeg in Black and White.  Old train wagon.

Historic Winnipeg in Black and White.  The Via Rail station.




3 Responses

    • Tiffany

      Die Pelzhandlung ist ja mal ganz toll. Übrigens sieht die Eisbärentour die du in dem Artikel noch zeigst genial aus, das muss ich auch mal machen.

      Reply
      • Thomas

        Die Pelzhandlung kann ich wirklich empfehlen. Der Besitzer ist ein echtes Original uns sehr nett. Stundenlang könnte man mit ihm quatschen.

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