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Warum die kanadischen Prärien auch im Winter einen Besuch wert sind

Die kanadischen Prärien, endlose flache Ebenen aus brauner Erde und Grasland, ziehen sich von Alberta den ganzen weiten Weg bis nach Manitoba. Überall ragen silbrige Getreidesilos, rote Scheunen und Bauernhäuser aus der ariden Landschaft. Ölpumpen, deren Pferdeköpfe sich in einer endlosen Geste auf und ab bewegen, säumen die Felder und pumpen das wertvolle schwarze Gold aus dem Boden. Der allgemeine Konsens scheint zu sein, dass man diese tausende Kilometer an Ackerland am besten im Sommer besucht, dann, wenn die Rapsfelder in ihrer vollen Pracht erblühen, die Bienen, Vögel und Schmetterlinge durchs hohe Gras flattern und die köstlichen Saskatoon Beeren zu finden sind.

Die Sommer sind schön, das ist nicht zu bestreiten. Aber der Winter in den Prärien hat einen ganz speziellen Charme. Die Heuballen und Felder sind mit einer Schicht aus frischem Schnees bestäubt und die Sonne hängt tief am Himmel und taucht die Landschaft in ein weiches Licht. Die Strassen sind leer und nur wenige Besucher nehmen den Weg hierher auf sich, was natürlich entspannend ist, wenn man wie ich versucht den Menschenmassen auszuweichen. Frieden, Ruhe und leere Provinz-Parks machen den Winter in den Prärien zu einer tollen Jahreszeit.

Low sun over grain silos in the Canadian Prairies near Drumheller.

Inspirierende Destinationen

Drumheller: Dinosaurier? Check. Hoodoos? Check. Tolle Canyon-Landschaften? Check. Da rund um Drumheller eine riesige Anzahl Dinosaurier-Fossile gefunden wurden, kommen Besucher vor allem hierher, um die ausgestellten Skelette im Royal Tyrrell Museum zu sehen. Zu bestaunen gibt es aber auch die unglaubliche Badlands Landschaft, die von dem typischen Ackerland bis hin zu den farbigen Schichten aus Stein im Dinosaurier Tal reicht.

Dinosaur Provincial Park: Noch mehr verdrehte Felsformationen und karge Landschaften, die man eher auf einem anderen Planeten erwarten würde, findet man im Dinosaur Provincial Park. Übrigens wurden auch hier viele Dinosaurier Knochen ausgegraben, was dem Park seinen Namen verleiht.

Layers in the rock of Dinosaur Valley near Drumheller.

Hoodoos formed by the wind in Drumheller, Alberta.

Cypress Hills: Die Prärien sind hauptsächlich flach, die Cypress Hills ragen jedoch etwa 600 Meter aus den umgebenden Feldern und sind ein Mix aus Feuchtgebieten, Wäldern und Wiesen mit einer tollen Wildtier- und Pflanzenvielfalt. Die Cypress Hills sind zudem ein Dark Sky Preserve, was bedeutet, dass man dort die Sterne besonders hell leuchten sieht und die Milchstrasse klar erkennen kann. Im Winter sind hier Langlauf und Eisfischen besonders beliebt.

Winnipeg: In Winnipeg gibt es mehr zu erleben, als bloss herauszufinden, ob die Stadt dem Namen Winterpeg auch gerecht wird. Winnipeg hat viel zu bieten und ist vor allem aufgrund der tollen Architektur aus der Jahrhundertwende und den vielen Museen und Galerien bekannt.

Mit dem VIA Rail durch die Prärien: Es gibt halt doch kaum was schöneres, als die endlosen Ebenen der Prärien aus dem komfortablen Zug und mit Stil zu bewundern.

Grain Silos in Drumheller, Alberta - typical landscape in the Canadian Prairies.

Pumpjack in the Canadian Prairies in Alberta.

Hay bale in the Canadian Prairies

Red houses behind a field in the Canadian Prairies

A red barn in the Canadian Prairies near Drumheller, Alberta.

Hay bales and farms in the Canadian Prairies.

Pumpjack pumping oil near Drumheller, Alberta. Pumpjacks are everywhere in the Canadian Prairies.

 

 

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